Kassenkonfiguration für Bar und Nachtclub
Eine Bar verliert zweierlei gleichzeitig: Sekunden und Alkohol. Das eine begrenzt den Umsatz, das andere frisst die Marge — beides wird auf demselben Bildschirm gelöst.
Was eine Kasse in der Bar lösen muss
In einer vollen Bar wird die Bestellzeit in Sekunden gemessen, und der Barkeeper kann keine Hand frei machen, um auf dem Bildschirm zu suchen. Ein Bar-Layout wird deshalb anders gebaut als ein Restaurant-Layout: Die meistverkauften Getränke liegen an festen Positionen, es wird eine eingeprägte Anordnung angetippt statt gesucht, und Mengen erhöht man mit einer Geste. Die Sekunden kommen aus dem Layout, nicht aus dem Gedächtnis.
Der zweite Punkt ist der Schwund, der teuerste Posten einer Bar. Flaschen zu zählen genügt nicht; die 50 ml in einem Cocktail müssen mit dem Verkauf abgehen. Bei rezeptbasiertem Bestand sind die Zutaten jedes Cocktails auf den Milliliter genau hinterlegt, werden beim Verkauf abgebucht, und beim Abschluss lässt sich der reale Flaschenstand mit dem Systemstand vergleichen. Sobald die Differenz messbar ist, wird der Schwund steuerbar.
- Schnelle Bar-Oberfläche
- Happy-Hour-Preise
- Offene-Rechnung-Verwaltung (Tab)
- Schwundkontrolle
Was sich in diesem Betrieb ändert
Vier Punkte, die in der Bar zählen
Deckelverwaltung
Ein Deckel wird auf Namen oder Kartennummer eröffnet, die ganze Nacht ergänzt und beim Gehen in einem Zug geschlossen; wer ihn eröffnet hat, wird protokolliert.
Zeitabhängige Preise
Happy Hour, Nachttarif und Sonderpreise sind an Zeitfenster gebunden — niemand muss Preise erinnern oder von Hand rabattieren.
Cocktailrezepte
Der Inhalt jedes Cocktails ist millilitergenau hinterlegt, wird beim Verkauf abgebucht, und die Portionskosten beruhen auf echten Zahlen.
Kontrolle von Gratis und Storno
Gratis und Storno sind der häufigste Schwundweg in einer Bar. Beides ist rechtepflichtig, wird mit Name und Uhrzeit protokolliert und beim Abschluss separat summiert.
Ohne Messung lässt sich Barschwund nicht steuern
Barschwund entsteht eher aus Ungenauigkeit als aus böser Absicht: ein zu großzügiger Ausschank, eine nicht erfasste Gratisrunde, ein offen gebliebener Deckel. Einzeln ist das wenig, zum Monatsende viel. Rezeptbasierte Bestände machen die Differenz zwischen Verkauftem und Abgegangenem täglich sichtbar, Rechte und Protokoll zeigen, von wem Gratis oder Storno kamen. So lässt sich anhand von Zahlen sprechen, ohne jemanden zu beschuldigen.
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