Was bedeutet „Adisyon“? Das türkische Wort für die Restaurantrechnung
Eine „Adisyon“ ist der laufende Beleg, auf dem die Bestellungen eines Tisches vom Öffnen bis zur Bezahlung erfasst werden. Sie ist kein Kassenbon und erst recht keine Rechnung — sie kommt vor beiden.
Herkunft des Wortes
Das türkische Wort „Adisyon“ stammt vom französischen addition (Summe) und bezeichnet in Restaurants, Cafés und Bars die laufende Rechnung eines Tisches. Im Deutschen entspricht es der Rechnung beziehungsweise dem Deckel an der Bar. Im Kern beschreibt das Wort eine Addition: Jeder Artikel, der an den Tisch kommt, wird untereinander notiert und am Ende summiert.
Im Alltag heißt „eine Rechnung eröffnen“, die Abrechnung eines Tisches zu beginnen, und „eine Rechnung schließen“, die Zahlung anzunehmen und sie zu beenden. „Rechnung teilen“ verteilt den Betrag auf mehrere Personen; „Rechnungen zusammenführen“ bringt zwei Tische auf einen Beleg.
Rechnung, Bon und Faktura sind nicht dasselbe
Die drei werden oft verwechselt, entstehen aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten und zu unterschiedlichen Zwecken. Die Rechnung ist während des Service ein lebender Beleg: Sie wächst mit jedem Artikel und bleibt offen, bis der Tisch abgeschlossen wird. Der Bon ist das steuerliche Dokument, das die Kasse im Moment der Zahlung erzeugt. Die Faktura ist das auf Wunsch ausgestellte förmliche Dokument mit Identitäts- und Steuerdaten des Käufers.
- Rechnung: der während des Service offene Arbeitsbeleg, dem Artikel hinzugefügt werden
- Bon: das steuerliche Dokument, das die Kasse bei der Zahlung erzeugt
- Faktura: das auf Anfrage ausgestellte förmliche Dokument mit Käuferdaten
Der Weg einer Rechnung
Ein Tisch setzt sich, und eine Rechnung wird eröffnet. Mit jeder Bestellung entsteht eine Zeile: Artikel, Menge, Portion, Extras und Küchennotiz. Im Verlauf des Service kommen weitere Zeilen hinzu — Getränke, Vorspeise, Hauptgang, Dessert. Beim Rechnungswunsch wird summiert, ein Rabatt oder eine Gratisleistung verrechnet und die Zahlung angenommen. Nach vollständiger Zahlung wird die Rechnung geschlossen und ist nicht mehr änderbar.
Auf Papier hängt jeder Schritt dieses Wegs an der Aufmerksamkeit einer Person. Auf einer digitalen Rechnung ist jede Zeile erfasst: wer sie hinzugefügt hat, wann, und wer storniert hat. Diese Erfassung dient nicht nur der Kontrolle, sondern auch dafür, dass die Zahlen am Tagesende stimmen.
Die drei bekannten Probleme des Papierbons
Ein Papierbon wirkt günstig, doch die Rechnung kommt am Tagesende. In der Praxis wiederholen sich drei Probleme — und alle drei gehen direkt vom Umsatz ab.
- Unleserliche Handschrift: Die Küche bereitet das Falsche zu, es geht zurück, und die Kosten fallen doppelt an
- Ein verlorener Bon: Das Gericht geht an den Tisch und wird nie abgerechnet
- Handaddition: Die Summe fällt zu niedrig oder zu hoch aus — beides macht Ärger
Kurze Fragen, kurze Antworten
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