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Was ist ein POS und wozu dient es im Restaurant?

POS steht für „Point of Sale“. In der Praxis bezeichnet das Wort zwei verschiedene Dinge — und genau daraus entsteht die meiste Verwirrung.

Glossar 05.09.2026 · 1 Min. Lesezeit

Ein Wort, zwei verschiedene Dinge

In der Türkei meint „POS“ meist das Kartenlesegerät der Bank. Dieses Gerät hat eine Aufgabe: die Karte zu lesen und die Zahlung an die Bank zu übermitteln. In der Restauranttechnologie ist POS dagegen der Name der Software, die dort läuft, wo der Verkauf stattfindet — das System, das die Bestellung aufnimmt, die Rechnung berechnet, an die Küche schickt und auswertet. Beide stehen am selben Tresen, tun aber nicht dasselbe.

Warum die Unterscheidung praktisch zählt: Wechselt das Kartenlesegerät, bleibt die POS-Software; wechselt die POS-Software, ändert sich der gesamte Betrieb. Klarheit darüber, wovon gerade die Rede ist, nimmt einer Investitionsentscheidung die Hälfte ihrer späteren Überraschungen.

Was POS-Software im Restaurant übernimmt

Im Einzelhandel ist die Aufgabe eines POS vergleichsweise einfach: Barcode scannen, Summe bilden, Zahlung annehmen. Im Restaurant geschieht der Verkauf nicht in einem Moment; ein Tisch bleibt stundenlang offen, die Bestellung kommt in Etappen, und die Zubereitung läuft in der Küche. Ein Restaurant-POS muss daher mehr leisten als ein Handels-POS.

  • Tische und Rechnungen verwalten: öffnen, ergänzen, teilen, zusammenführen, übertragen
  • Die Bestellung an die richtige Küchen- oder Barstation leiten
  • Zutaten nach Rezept abbuchen und Kosten berechnen
  • Gemischte Zahlungen annehmen: bar, Karte, Essenskarte, offene Rechnung
  • Rechte und Protokoll führen: Gratisleistungen, Stornos und Rabatte nachvollziehen
  • Umsatz, Artikelrentabilität und Mitarbeiterleistung auswerten

Was bedeutet Cloud-POS?

Ein Cloud-POS bedeutet, dass Software und Daten auf zentralen Servern liegen statt auf einem Rechner im Betrieb. Kasse, Tablet, Handy und Browser sehen denselben Datensatz; Updates kommen von selbst, Sicherungen laufen täglich, und stirbt ein Gerät, sterben die Daten nicht mit. Gegen die Sorge vor Verbindungsverlust gibt es den Offline-Modus: Vorgänge sammeln sich auf dem Gerät und werden später synchronisiert.

Kurze Fragen, kurze Antworten

Nein. Ein POS-Gerät ist das Kartenlesegerät der Bank und verarbeitet nur die Zahlung. POS-Software verwaltet Bestellungen, Rechnungen, Küche, Lager und Berichte. Sie arbeiten zusammen, sind aber nicht dasselbe.
Nein. Den steuerlichen Bon stellt die Registrierkasse aus. Die POS-Software arbeitet mit ihr zusammen, sodass derselbe Verkauf nie zweimal erfasst wird.
Der Maßstab ist nicht die Tischzahl, sondern wie oft am Tag Sie dieselbe Information von Hand notieren. Selbst in einem Café mit einer Kasse sparen Lager, Treueprogramm und Tagesabschluss erheblich Zeit.

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